"Licht ist der schönste Werkstoff"

Produkt-Highlights Frühjahr 2015: SUPERSYSTEM, ein Superlativ

Als ultrakompatibles Lichtsystem trägt SUPERSYSTEM die Zukunft bereits im Namen. In der zweiten Generation wurde die Produktfamilie noch einmal erweitert. Die neueste LED-Technologie erlaubt dabei einen hohen Miniaturisierungsgrad und fortschrittliche Lichttechnik. Erstmals erweitert Zumtobel das Einsatzspektrum von SUPERSYSTEM auch auf den Außenbereich. SUPERSYSTEM outdoor ist an das vielfältige Beleuchtungssystem für den Innenbereich angelehnt und ermöglicht die gezielte Beleuchtung und Inszenierung des Außenraumes.

Produkt-Highlights Frühjahr 2015: SUPERSYSTEM © Zumtobel

SUPERSYSTEM ist ein umfangreiches Baukastensystem, das sich besonders für anspruchsvolle Lichtkonzepte in den Anwendungsbereichen Kunst und Kultur, Hotel und Wellness © Zumtobel

Produkt-Highlights Frühjahr 2015: SUPERSYSTEM

Als ultrakompatibles Lichtsystem trägt SUPERSYSTEM die Zukunft bereits im Namen. In der zweiten Generation wurde die Produktfamilie noch einmal erweitert. © Zumtobel

Produkt-Highlights Frühjahr 2015: SUPERSYSTEM

Die neueste LED-Technologie erlaubt dabei einen hohen Miniaturisierungsgrad und fortschrittliche Lichttechnik. © Zumtobel

Der Wandel, so heißt es, sei das einzig Beständige. Dieser Wandel vollzieht sich rapide, man kann ihm bei der Arbeit zusehen, sich ihm kaum entziehen. Die Welt vernetzt sich, wird digitalisiert, immer kleiner, immer größer und das Leben ist morgen schon ein Stück anders, als es gestern war. Und da Leben und Licht untrennbar verbunden sind, sind der Wandel und die Beständigkeit ein fundamentaler Baustein in der Welt von Zumtobel – so entwickelt man in Dornbirn auch immer ein Stück Zukunft. Mit dem Anspruch, das beste Licht für Mensch und Umwelt zu schaffen, ist eine Leuchte eben keine Leuchte mehr, sie ist die Antwort auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen. Wie das funktioniert? Durch maximale Flexibilität.

Und da Flexibilität nicht nur ein Wort ist, sondern die Idee von etwas Großem sein kann, hat Zumtobel ein Produkt entwickelt, das durch einen umfangreichen Lichtwerkzeugkasten systemisch über alle Anwendungen hinweg eingesetzt werden kann. Das ist der Gang in die Zukunft. Ein Superlativ, das SUPERSYSTEM.

Es ist fast ein Glück, Herbert Resch, Head of Design and Architecture Management,  hinter seinem Schreibtisch bei Zumtobel in Dornbirn anzutreffen. Er sei viel lieber draußen, bei den Architekten, Lichtplanern und Künstlern, in den Museen und bei allen Kunden, die ihm helfen, Entwürfe noch bedarfsgerechter auszuarbeiten, sagt er. Resch entwickelte vor sieben Jahren mit seinem Team die erste Generation von SUPERSYSTEM. Schon damals war Katharina Götz-Schäfer, Produktdesignerin von Zumtobel in Lemgo, Teil des Teams. Seit 23 Jahren ist sie bei Zumtobel und gemeinsam haben sie nun die neue Generation von SUPERSYSTEM entwickelt. Oder sollte man besser sagen: revolutioniert? SUPERSYSTEM trägt die Zukunft schon im Namen, es ist ein umfangreiches Lichtsystem, das applikationsübergreifend einsetzbar ist.

Was macht das neue SUPERSYSTEM so außergewöhnlich?

Resch: Seine Vielseitigkeit. Grundsätzlich ist das Schienen- und Downlight-System von Kunst und Kultur über Hotel und Wellness bis Shop und Retail einsetzbar. Aber auch für Privatwohnungen ist das System bestens geeignet. Das ist für Zumtobel ein neuer Schritt: Ein Lichtsystem, das sowohl für professionelle Gebäude als auch für den privaten Wohnbau geeignet ist.
Götz-Schäfer: SUPERSYSTEM zeichnet sich durch eine sehr hohe Flexibilität aus, aber auch durch  eine geradezu minimalistische Formensprache. Die Leuchte soll und darf nicht dominieren, sondern optisch im Hintergrund bleiben.

Wie stark sind die Gemeinsamkeiten zwischen der ersten und zweiten Generation?

Resch: Geblieben ist die minimalisierte Gehäusegröße, das ist den LEDs geschuldet. Es gibt aber noch ein paar mehr Gemeinsamkeiten: die Integrationsmöglichkeit in ein Alu-Profil zwecks Abhängung und Deckenbefestigung, edelste Oberflächen, exakte Kanten und die grundlegenden Formen von Quader und Zylinder. Das alte System war aus meiner Sicht nie wirklich abgeschlossen. Nun arbeiten wir daran, das System sogar für den Außenbereich einsetzbar zu machen. Also SUPERSYSTEM outdoor.
Götz-Schäfer: Wir haben uns früh als Entwicklungsteam zusammengesetzt, um uns bewusst zu machen, was wir brauchen und wo die Bedürfnisse und erforderlichen Gemeinsamkeiten beider Generationen liegen. Vom Projektleiter, Produktmanager und Designer über die Konstrukteure, den Einkauf, einen Kollegen vom Controlling bis zu Kollegen vom Modellbau, war ein großes Team beteiligt.

So unterschiedlich wie die Menschen, so unterschiedlich sind die Bedürfnisse. Ein Architekt, der ein Büro beleuchten möchte, hat einen anderen Bedarf als ein Kurator, der im Museum punktuell Akzente setzen muss. So blieb lange nur die Möglichkeit, den Lösungsweg nicht von A nach B zu beschreiten, sondern von B nach A. Soll heißen: Innovationen werden aus dem Projekt generiert, nicht aus einem Standard. SUPERSYSTEM geht einen Schritt weiter, umgeht den klassischen Weg. Durch seine Lichtbausteine ist das System so vielseitig einsetz- und kombinierbar, dass A und B fast entfallen. Unerheblich, in welche Richtung man geht.

Doch wie bestückt man einen Lichtwerkzeugkasten, der für so viele Anwendungsbereiche einsetzbar ist? Zum einen indem man zuhört, den Schreibtisch hinter sich lässt und dort schaut, wo der Bedarf ist. Herbert Resch und sein Team beleuchten Museen, treffen sich mit externen Lichtdesignern, stehen im direkten Kontakt mit Kuratoren und Künstlern bis hin zum Elektriker. Zum anderen mit Kreativität und Weitblick: Wenn man es schafft sein Knowhow so einzusetzen, gelingen ungeahnte Lösungen, die überzeugen.

Gab es Anforderungen an das System, die sich nicht realisieren ließen?

Resch: Nein, für Zumtobel gilt "Geht nicht, gibt es nicht". Wir stellen uns an die Maschinen im Werkzeugbau und zeigen, dass es geht. Auch wenn wir es vorerst nur als Muster fertigen. Grundsätzlich gilt ja, wenn etwas gebraucht wird, gibt es auch einen Markt.
Götz-Schäfer: Bei einer solch komplexen und neuartigen Entwicklung wie dem SUPERSYSTEM hat man als Unternehmen auch ganz eigene Ansprüche. Unsere Wunschvorstellung war, die Stromschiene im Querschnitt so klein wie möglich zu gestalten, denn das System sollte sich ja optisch nicht in den Vordergrund drängen. Die Herausforderung bestand also darin, die gesamte Elektronik in dieser Stromschiene räumlich unterzubringen. Durch diese Maßnahme sollten die Lichtköpfe "schweben" Unsere Kollegen von Tridonic haben den Trafo dann tatsächlich, in einer 2,6 Zentimeter breiten und nur 3 Zentimeter hohen Schiene einsetzen können. Durch Einhaltung dieser Dimensionen gewährleisten wir eine gute Integration in die vorhandene Architektur.

Welche Erfahrungen aus der ersten Generation waren für die Neuentwicklung unerlässlich?

Resch: Wir haben uns bereits bei der ersten Generation für austauschbare Linsen entschieden. Das gab den gedanklichen Anstoß für einen modularen Lichtwerkzeugkasten. Flexibilität bietet eine unglaubliche Planungsfreiheit. Gegebenheiten ändern sich auf Baustellen oder bei der Planung hin und wieder, und mit den austauschbaren Linsen lässt sich das System günstig und ohne Aufwand anpassen. Diese Idee haben wir übernommen und weiterentwickelt.
Götz-Schäfer: Wir haben unsere Weiterentwicklungen konzentriert auf dem Bestehenden aufgebaut. Unser Ziel war es vor allem  Strahler mit höherer Lichtleistung anzubieten und natürlich die Entwicklung eines umfangreichen Zubehörs wie Vario-Objektiv, Entblendungstools, Wabenraster, Shutterklappen oder Wallwasher. Das macht SUPERSYSTEM unschlagbar, hinsichtlich seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, egal in welcher Anwendung.

Man spürt die Freude im Team, dass es gelungen ist, dass der Name SUPERSYSTEM zu 100 Prozent passt, denn nun ist es möglich, ein ganzes Gebäude mit nur einem System zu beleuchten. Der außergewöhnliche Name fiel auf das System aus guten Gründen. Er ist sprachneutral, nicht inflationär und es erschließt sich einem sofort, was sich hinter dem Namen verbirgt. Jeder Italiener, Spanier, Deutsche, Engländer kann das aussprechen und verstehen. Doch der Hauptgrund steht 300 Kilometer weiter südlich, in Mailand. Dort entstand in den 1960er-Jahren aus einem Architekturbüro das erste Designstudio überhaupt. Dieses hieß, wer hätte es gedacht, Superstudio. Das kam Resch damals in den Sinn und so ist SUPERSYSTEM eine Hommage an eine Zeit des Aufbruchs und eine Erinnerung an die ständige Innovationsbereitschaft – so passt der Name heute mehr denn je und für morgen ist auch noch etwas Luft.

Bitte vervollständigen Sie: Licht ist für mich ...


Götz-Schäfer: ... nach den fünf Elementen Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde - das sechste Element.
Resch: ... reine Emotion. Licht ist Leben.

Der schönste Werkstoff ist ...

Resch: ... Licht.