Aus dem Dunkel ins Licht

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE

Im Rahmen eines großen Restaurierungsprojekts, das ein halbes Jahrhundert dauerte, wurden die Seitenkapellen und der Chorumgang der Kathedrale von Antwerpen mit einem neuen Beleuchtungskonzept ausgestattet. Fast unmerklich verändert es die Wahrnehmung in der Kathedrale und lenkt den Blick der Besucher auf die bislang wenig beachteten Kunstwerke und architektonischen Details.

Die Liebfrauenkathedrale von Antwerpen ist nicht einfach irgendeine Kirche. Die Basilika im Zentrum der flämischen Hafenstadt gilt als Höhepunkt der brabantischen Gotik, beherbergt drei Triptychen und ein Altargemälde von Peter Paul Rubens und lockt dementsprechend jährlich 300.000 Besucher an. Ihr 123 Meter hoher Nordturm, ein fragiles Kunstwerk aus Sandstein, beherrscht noch heute die Stadtsilhoutte von Antwerpen.

Dass der Bau einer solchen Kirche eine Weile dauerte, versteht sich von selbst: 1352 begannen die Arbeiten und zogen sich über 170 Jahre hin. Im Vergleich dazu wirken die fünfzig Jahre, die die jüngste Restaurierung brauchte, beinahe überschaubar. Teil der Rundumerneuerung, die 1965 begann und 2015 abgeschlossen wird, ist auch ein neues Beleuchtungskonzept für den Chorumgang und die Seitenkapellen mit insgesamt etwa 170 ARCOS xpert-Strahlern.

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak

Teil der Rundumerneuerung, die 1965 begann und 2015 abgeschlossen wird, ist auch ein neues Beleuchtungskonzept für den Chorumgang und die Seitenkapellen mit insgesamt etwa 170 ARCOS xpert-Strahlern. © Andrea Flak

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak

Teil der Rundumerneuerung, die 1965 begann und 2015 abgeschlossen wird, ist auch ein neues Beleuchtungskonzept für den Chorumgang und die Seitenkapellen mit insgesamt etwa 170 ARCOS xpert-Strahlern. © Andrea Flak

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak

Teil der Rundumerneuerung, die 1965 begann und 2015 abgeschlossen wird, ist auch ein neues Beleuchtungskonzept für den Chorumgang und die Seitenkapellen mit insgesamt etwa 170 ARCOS xpert-Strahlern. © Andrea Flak

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak
Die Liebfrauenkathedrale von Antwerpen ist nicht einfach irgendeine Kirche. Die Basilika im Zentrum der flämischen Hafenstadt gilt als Höhepunkt der brabantischen Gotik. © Andrea Flak

Arcos xpert LED: Hohe Lichtqualität mit zurückhaltendem Design

Im Inneren der gotischen Kathedrale hat sich im Laufe der Jahrhunderte einiges getan. Nach einem Brand und dem Bildersturm erhielt sie eine Barockausstattung, die wiederum zweihundert Jahre später von Napoleons Truppen beinahe restlos beseitigt wurde. Nur knapp entging die Kathedrale damals dem Abriss. Es folgte eine Neuausstattung im Stil der Neogotik, bei der viele ursprüngliche Wandmalereien mit üppigen neuen Ornamenten übermalt wurden. Strebte man 1965, zu Beginn der Restaurierung, noch eine möglichst komplette Entfernung solcher späteren Übermalungen an, bemühen sich die Restauratoren inzwischen, alle historischen Schichten sichtbar zu machen. Da der Chorumgang und die Seitenkapellen zur letzten Restaurierungsphase gehörten, sind sie in all ihrer neugotischen Pracht erhalten geblieben. Zwischen den vielfarbigen Ornamenten aus dem 19. Jahrhundert wurden bei der Restaurierung aber auch einige der ältesten Objekte in der Kathedrale entdeckt: die auf den ersten Blick eher bescheiden anmutenden Schlusssteine aus dem späten 14. Jahrhundert.

Aber wie rückt man all das ins rechte Licht? Kathedralen sind nun einmal schummerige Orte, in die nur farbig gefiltertes, schwaches Tageslicht fällt. Die Räume sind hoch, und Rippen, Maßwerk und andere architektonische Details produzieren viel Schattenwurf. Es darf weder zu viel, noch zu wenig Licht geben, denn einerseits will man die sakrale Stimmung bewahren, andererseits sollen die Kunstwerke gut sichtbar sein. Bei der Gestaltung des neuen Lichtkonzepts für den Chorumgang und die Seitenkapellen entschieden sich der Restaurierungsarchitekt Rutger Steenmeijer in Kooperation mit Studieburo Herelixka deshalb für ARCOS xpert LED-Strahler. Die Leuchten zeichnen sich durch ihre hohe Lichtqualität in Kombination mit sehr zurückhaltendem Design aus und wurden speziell für die Akzentbeleuchtung in Museen und Galerien entwickelt. Durch ihre hohe Farbwiedergabe von Ra 94 und enge Farbtoleranz eignen sie sich besonders gut für die Beleuchtung von Kunstwerken, und dank eines konischen Doppelreflektors aus Polykarbonat können sie das UV- und IR-freie Licht, das höchsten konservatorischen Ansprüchen gerecht wird, punktgenau verteilen.

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak

Die ARCOS xpert LED-Strahler zeichnen sich durch ihre hohe Lichtqualität in Kombination mit sehr zurückhaltendem Design aus und wurden speziell für die Akzentbeleuchtung in Museen und Galerien entwickelt. © Andrea Flak

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak

Die ARCOS xpert LED-Strahler zeichnen sich durch ihre hohe Lichtqualität in Kombination mit sehr zurückhaltendem Design aus und wurden speziell für die Akzentbeleuchtung in Museen und Galerien entwickelt. © Andrea Flak

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak

Die ARCOS xpert LED-Strahler zeichnen sich durch ihre hohe Lichtqualität in Kombination mit sehr zurückhaltendem Design aus und wurden speziell für die Akzentbeleuchtung in Museen und Galerien entwickelt. © Andrea Flak

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak
© Andrea Flak

 

Resultat: Grandiose Farb- und Lichtwirkung in den Kapellen

Das Resultat ist eine grandiose Farb- und Lichtwirkung in den Kapellen, die früher mit einfachen 100-Watt-Halogenstrahlern beleuchtet waren. Obwohl nur die wenigsten Besucher sich dessen bewusst sein werden, verändert das neue Lichtkonzept die Wahrnehmung der Kathedrale völlig: Ausgerechnet die sonst oft wenig beachteten Seitenkapellen und der hinter dem wuchtigen Chor versteckte Umgang laden auf einmal zum genauen Hinschauen ein. Dabei nimmt man die eigentlichen Lichtquellen kaum wahr, denn pro Kapelle wurden zwei Leisten mit je vier Leuchten etwas versteckt hinter den Schildbogenrippen der Gewölbe angebracht.

Die einzelnen Strahler sind auf wichtige Details der Architektur, Wanddekoration, Gemälde und Skulpturen ausgerichtet, deren saftige Blau-, Rot-, Braun- und Goldtöne dank der warmweißen Farbtemperatur in aller Pracht erstrahlen. Sie produzieren einen dramatischen Helldunkel-Effekt mit hoher Lichtstärke in der Mitte, die sich zum Rand hin sanft vermindert. Damit wird der Blick gelenkt – auf holzgeschnitzte Madonnenfiguren und blattgoldene Heiligenscheine, vor allem aber auch nach ganz oben, auf die uralten Schlusssteine der Gewölbe, die den meisten Besuchern sonst entgehen würden.

Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak
© Andrea Flak
Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak
Kathedrale von Antwerpen, Antwerpen/BE © Andrea Flak