Filmreife Inszenierung eines Feuerwehreinsatzes

Vorarlberg Feuerwehrmuseum in Frastanz/Österreich

Die Vorarlberger Museumswelt hat in den ehemaligen Fabrikshallen der Textilwerke Ganahl ein geschichtsträchtiges Zuhause gefunden. Sieben museale Einrichtungen bespielen in Summe eine Ausstellungsfläche von 2500 Quadratmetern. Kernstück ist das Landes-Feuerwehrmuseum mit einer eindrucksvollen Fahrzeughalle im ehemaligen Baumwolllager oder – wie der Vorarlberger sagt – im "Wollaschopf".

In der ehemaligen Lagerhalle erzählt eine Licht- und Klanginstallation die Geschichte eines nächtlichen Feuerwehreinsatzes. © Zumtobel

Die 50 Meter lange und 9 Meter hohe Ausstellungshalle zeigt eine Auswahl von 16 historischen Feuerwehrfahrzeugen und Löschgeräten in einer europaweit einmaligen Licht- und Klanginstallation. Ein einfacher Fingerdruck auf dem EMOTION Touchpanel löst den brandgefährlichen Blitzschlag und damit die nächtliche Fahrt zu einem imaginären Einsatzort aus. Von VIVO Strahlern auf einer TECTON Stromschiene beleuchtet, macht sich ein Einsatzfahrzeug nach dem anderen auf den Weg. Lumineszierende Schnüre skizzieren das Dorf, rote Streifen die Dynamik des Straßenverkehrs.

Lichtlösungspartner Martin Welte hat in der Inszenierung sowohl sein erzählerisches Talent als auch die langjährige Erfahrung mit professionellen Lichtlösungen eingebracht. So nutzt er das TECTON Lichtbandsystem, um darauf sämtliche Lichtmodule von der Grundbeleuchtung über die Akzentbeleuchtung bis zur Notbeleuchtung flexibel zu positionieren und in die Steuerung einzubinden. Selbst die indirekt abstrahlenden UV-Leuchtstofflampen (umgangssprachlich auch als Schwarzlicht bezeichnet) wurden als Sonderlösung in das Lichtbandsystem eingebunden.

Das Spektakel sorgt für großes Aufsehen, bei dem die TECTON Lichtlösung jedoch kaum zu sehen ist. Nur bei Reinigungs- oder Wartungsarbeiten zeigt sich die Installation im vollem Licht. © Zumtobel
Martin Welte, Leiter Elektroinstallation der E-Werke Frastanz. © Zumtobel

Im Vorarlberger Landes-Feuerwehrmuseum können die Besucher einen Blaulicht-Einsatz hautnah miterleben. Wie ist die Idee für diese spektakuläre Inszenierung entstanden?

Martin Welte: Mir war es wichtig, die abwechslungsreiche Sammlung von Feuerwehrfahrzeugen auch für jene Leute interessant zu machen, welche Autos und Technik nur wenig interessieren. Deshalb wollte ich eine Geschichte erzählen und den Besucher in das Geschehen einbinden. Licht leistet hier einen wertvollen Beitrag: Es erzeugt Emotionen und lenkt während dem imaginären Blaulichteinsatz die Aufmerksamkeit des Besuchers auf den jeweiligen Ort des Geschehens. Ein zweiter zentraler Aspekt: Die Bedienung der Lichtlösung musste relativ einfach sein, da im Feuerwehrmuseum viele Freiwillige – darunter auch Personen, die technisch nicht versiert sind – die Besucher durch die Ausstellung führen. Nun genügt ein einziger Fingerdruck auf dem Touchpanel, um die Show zu starten. EMOTION wiederum aktiviert eine Medien- und Zeitsteuerung, welche die verschiedenen Szenen nacheinander ablaufen lässt.

Hat das Licht neben der Inszenierung weitere Funktionen zu erfüllen?

Martin Welte: Über die TECTON Schiene sind sämtliche Leuchten in das System eingebunden, angefangen bei den UV-Leuchten und den VIVO LED-Strahlern für die Inszenierung des Feuerwehreinsatzes über die Sicherheitsbeleuchtung für den realen Notfall bis zur Allgemeinbeleuchtung mit TECTON Leuchten. Diese werden nur für die Reinigung oder für Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen eingeschaltet.

Das Landes-Feuerwehrmuseum in der Vorarlberger Museumswelt in Frastanz, Österreich. © Zumtobel