Kunst bis in den Himmel

Der "Transzendenzaufzug" an der Kunstuniversität Linz | AT

Die in Berlin lebende Künstlerin Karin Sander hat für die Studierenden der Kunstuniversität Linz einen außergewöhnlichen Ausstellungsort geschaffen: Ihr "Transzendenzaufzug" ist Kunstwerk, Werkzeug und Icon zugleich. Mit Hilfe von Zumtobel strahlt der Aufzug nicht nur in allen Farben weit über die Dächer der Universität hinaus, sondern kann von Studierenden auch in ein Kunstwerk verwandelt werden.

Dieses Kunst am Bau-Projekt, das in Linz gerade alle Blicke auf sich zieht, ist ein Werk der Künstlerin Karin Sander. Unter dem Namen "Transzendenzaufzug" hat sie einen Hybrid geschaffen. Zum einen ist der rein funktionale Lastenaufzug ein von weitem sichtbares, leuchtendes Symbol der Universität. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Wer hoch hinauf auf das Dach der Kunstuniversität in Linz schaut, mag zunächst irritiert sein: Was macht ein weithin sichtbarer, gläserner Lastenaufzug so weit über dem Dach der Universität? Er strahlt in kräftigen, wechselnden Farben, leuchtet mal heller, mal dunkler, als sende er Signale in den Himmel. Dieses Kunst am Bau-Projekt, das in Linz gerade alle Blicke auf sich zieht, ist ein Werk der Künstlerin Karin Sander. Unter dem Namen "Transzendenzaufzug" hat sie einen Hybrid geschaffen. Zum einen ist der rein funktionale Lastenaufzug ein von weitem sichtbares, leuchtendes Symbol der Universität.

Das Zumtobel-Team hat auf engstem Raum eine Lichtlösung entwickelt, durch die der Aufzug in alle Farben des Lichtspektrums getaucht werden kann. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Doch beginnen wir von vorn. Das namhafte Wiener Büro Architekt Krischanitz baut aktuell die Gebäude der Kunstuniversität Linz um. Mit der Fertigstellung des östlichen Brückenkopfgebäudes an der Nibelungenbrücke ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Die denkmalgeschützten Fassaden des historischen Baus blieben unangetastet. Doch die imposanten Treppenhäuser betont der Architekt durch eine großzügig veränderte Lichtführung und bringt in gläsernen Dachaufbauten repräsentative Hörsäle unter. Bei der Umsetzung des Transzendenzaufzugs arbeitete die Künstlerin Karin Sander, das Büro Architekt Krischanitz und die Bauherrin BIG im Rahmen ihres Kunst & Bau-Programms BIG ART eng mit Zumtobel zusammen.

Die randlose Lichtdecke von Zumtobel vereint dies: Intensität und Farbe des Lichts lassen sich unkompliziert variieren. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Das Zumtobel-Team hat auf engstem Raum eine Lichtlösung entwickelt, durch die der Aufzug in alle Farben des Lichtspektrums getaucht werden kann. Die Ansprüche waren hoch: Als Kunstobjekt verlangt es ein Lichtsystem, das den Studierenden größtmögliche Gestaltungsfreiheit bietet. Als Lastenaufzug müssen die verbauten Komponenten robust sein. Die randlose Lichtdecke von Zumtobel vereint dies: Intensität und Farbe des Lichts lassen sich unkompliziert variieren. Die Steuerung dieser Lichtlösung ist einfach zu handhaben. Denn mit LITECOM von Zumtobel können sämtliche Parameter selbst programmiert und den spezifischen Bedürfnissen entsprechend eingestellt werden.

Der Lastenaufzug ist ein von weitem sichtbares,
leuchtendes Symbol der Universität. © Zumtobel
/ Photography: Faruk Pinjo

Die Kugelleuchte ALVA von Hermann Czech und Adolf Krischanitz

Doch nicht nur der Transzendenzaufzug ist eine Besonderheit des Bauvorhabens. Wer die Kunstuniversität Linz besucht, kann einen wahren Designschatz entdecken: die Kugelleuchte ALVA. Sie wurde — ausgehend von einer Idee von Hermann Czech aus den 1960er-Jahren — ab den 1990er-Jahren zusammen mit Adolf Krischanitz gestaltet. Nun haben Zumtobel und das Büro Architekt Krischanitz diese Leuchte für die Sonderkollektion "the editions" weiterentwickelt. ALVA verleiht der Kunstuniversität repräsentative Leichtigkeit. Wie Himmelskörper schweben die Kugelleuchten in den Fluren, betonen die imposante Treppenanlage und die Eleganz der Cafeteria. „Entscheidend für die Schönheit der Leuchte ist, dass man die Technik nicht sieht. Zumtobel hat gleich zwei Versionen entwickelt, die unseren Anforderungen entsprechen“, erläutert Stefan Just, Projektleiter bei Architekt Krischanitz.

Gleich zwei Versionen der Leuchte hat Zumtobel entwickelt: Der Glaskörper der einen Version ist unten und oben offen und mit einem blendfreien Downlight ausgestattet. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Bei der einen, komplexen Version ist die Glaskugel der Leuchte unten und oben offen und mit einer blendfreien Beleuchtung versehen. Sie ist mit drei Lichtebenen ausgestattet: Einem LED-Downlight, einer sphärischen Ausleuchtung der Kugel, die eine Verschattung innerhalb der Leuchte durch die Technik ausschließt, und einem LED-Uplight. Die einfacher gehaltene, zweite Version verfügt über einen vollkommen geschlossenen Glaskörper mit diffus strahlendem Kugel- und Indirektlichtanteil, und verzichtet auf den Direktanteil des Downlights.

Nach einer Jahrzehnte alten Idee von Hermann Czech hat das Büro Architekt Adolf Krischanitz die Kugelleuchte ALVA gemeinsam mit Zumtobel für die Sonderkollektion "the editions" weiterentwickelt. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Zumtobel und zeitgenössische Kunst

Seit vielen Jahrzehnten fördert der Lichtspezialist auch zeitgenössische Kunstprojekte – nicht nur als ideeller Unterstützer, sondern auch als Partner bei der Umsetzung hochkomplexer Installationen. Im September 2018 wurde das gemeinsame Projekt „Skyspace“ von Zumtobel und James Turrell in Lech fertiggestellt werden: Ein unterirdischer Lichtraum inmitten der alpinen Landschaft von Vorarlberg, der Heimat von Zumtobel.

Der „Transzendenzaufzug“ ist viel mehr als nur ein gewöhnlicher Lastenaufzug: Er ist ein von weitem sichtbares, leuchtendes Symbol der Kunstuniversität Linz. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo