Musikalisches Lichterlebnis

Grammophonicum, Frastanz | AT

Vier spannende Jahrzehnte Technik-, Ton- und Kulturgeschichte – erzählt von 75 Exponaten – fanden im Grammophonicum ein einzigartiges Zuhause. Was als temporäre Ausstellung begann, hat heute einen festen Platz in der Vorarlberger Museumswelt. Zu verdanken ist dies der unstillbaren Sammelleidenschaft von Reinhard Häfele, der Grammophone aus aller Welt nach Vorarlberg brachte.

Die Ausstellung lebt nicht nur von den historischen und teils skurrilen Raritäten, sondern auch von der liebevoll gestalteten Umgebung und einer integrierten Musikshow, die längst vergangene Klangerlebnisse wieder aufleben lässt. Mit zahlreichen, perfekt positionierten Strahlern und Downlights setzt Lichtlösungspartner Martin Welte von den Elektrizitätswerken Frastanz jedes einzelne Exponat wirkungsvoll in Szene und unterstreicht zugleich die gestalterischen Elemente. Über Tablet und Smartphone lässt sich eine Lichtinszenierung in Gang setzen, welche die Musikshow mit Lichtakzenten begleitet. Die Programmierung und Steuerung erfolgt dabei über das Lichtmanagementsystem LITECOM.

"Fast jedem Objekt ist ein eigener Strahler zugeordnet. Trotz der hohen Anzahl bleibt der Fokus somit klar auf den Exponaten."

Wie haben Sie die Downlights und Strahler angeordnet, um die zahlreichen Exponate sowie die besondere Gestaltung des Grammophonicums zur Geltung zu bringen?

Martin Welte: Das Grammophonicum ist ein schallplattenrunder Raum mit einer durchgängigen Glaswand. Dahinter befinden sich die Grammophone. Um die Ausstellungsstücke bestmöglich zu präsentieren, ist auf nahezu jedes ein eigener Strahler ausgerichtet. Hierfür haben wir die mittlere Größe der SUPERSYSTEM Strahler mit 850 Lumen verwendet. Die Tafeln mit den Beschreibungen werden von der kleinsten Version mit 350 Lumen beleuchtet. Trotz ihrer hohen Anzahl, fallen die Strahler kaum auf. Um diesen Effekt zu erzielen, wurde die Decke mit Nischen versehen. In diesen konnten wir die Leuchten verstecken.

In der Mitte der Raumdecke hängt eine überdimensionierte Schallplatte, die von einem einzigen PANOS Downlight angestrahlt wird. Indirektes Licht kreiert eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die niedrige Beleuchtungsstärke von 30 bis 50 Lux harmoniert perfekt mit der Intimität des kleinen Raums. Da der Messinganteil sehr hoch ist, haben wir eine Farbtemperatur von 3000 Kelvin gewählt.

Um den Besuchern die Klangwelt der Grammophone zu präsentieren, werden nacheinander Musikstücke auf unterschiedlichen Exponaten gespielt. Welche Rolle kommt dabei der Beleuchtung zu?

Martin Welte: Sobald die Aufnahme von einem bestimmten Grammophon ertönt, erhält dieses die volle Beleuchtungsstärke. Und damit die volle Aufmerksamkeit. Der Rest der Exponate bleibt währenddessen leicht abgedunkelt, ist aber trotzdem noch sichtbar. Um das präsentierte Stück noch stärker in den Fokus zu rücken, haben wir zusätzlich Strahler mit kaltweißem Licht und 4000 Kelvin installiert. Sowohl die Musik- als auch die Lichtinszenierung ist über das Lichtmanagementsystem LITECOM steuerbar. Mit der passenden App ist dies sehr komfortabel zu bedienen. Die Lichtszenen sind vorprogrammiert und lassen sich ganz einfach via Tablet und Smartphone abrufen. Das als Plattenteller gestaltete Museum wird von einer Kombination aus SUPERSYSTEM Strahlern und PANOS Downlights stimmungsvoll beleuchtet.