Dreizehn Kilometer Licht für die Wissenschaft

Die neue editions-Leuchte FREELINE an der FH Muttenz | CH

Der Neubau des FHNW Campus Muttenz ist beeindruckend: Mit einer Kantenlänge von rund 65 Metern ragt der Kubus aus der weiten Ferne sichtbar in die Höhe. Es ist ein schlichter und zugleich monumentaler Bau für Bildung und Forschung, den das Schweizer Büro pool Architekten entworfen hat. Für dieses außergewöhnliche Bauwerk entwickelte Zumtobel gemeinsam mit den Lichtplanern von Reflexion eine neue Leuchte: die FREELINE.

Der 65 Meter hohe Kubus der Fachhochschule Muttenz türmt sich über die Weite des angrenzenden Gleisfelds, eingeleitet durch einen von Baumreihen gesäumten Park und einen großzügigen Vorplatz. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Es ist ein Kraftort, den das Schweizer Architekturbüro pool mit ihrem Neubau für die Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz geschaffen hat. Der 65 Meter hohe Kubus türmt sich über die Weite des angrenzenden Gleisfelds, eingeleitet durch einen von Baumreihen gesäumten Park und einen großzügigen Vorplatz. Sein kupferfarbenes Fassadenkleid glänzt einladend in der Sonne. Und in seinem Inneren geben zwei spektakuläre Atrien den Blick in den Himmel frei – eingerahmt von einer schlichten, aber beeindruckenden Architektur. Geschäftiges Treiben überall. Für dieses Kraftwerk des Wissens hat Zumtobel mit dem Schweizer Lichtplanerbüro Reflexion und pool Architekten die Leuchte FREELINE entwickelt, die nun zu unserer Sonderkollektion the editions gehört.

In seinem Inneren geben zwei spektakuläre Atrien den Blick in den Himmel frei – von einer schlichten, aber beeindruckenden Architektur eingerahmt. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo
Die rampenartigen, fast drei Meter breiten Treppen stehen im Mittelpunkt der Architektur. Die rampenartigen, fast drei Meter breiten Treppen stehen im Mittelpunkt der Architektur. Geradezu skulptural durchkreuzen sie das Atrium. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo
Der Neubau des FHNW Campus Muttenz. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

"Die Architektur des Neubaus ist überaus stringent und hat eine starke grafische Qualität", so Thomas Mika, Geschäftsführer von Reflexion und verantwortlich für das Lichtkonzept des Hochschulbaus. "Also entschieden wir uns, sämtliche Leuchten weitestgehend in die Bauteile zu integrieren." Diese Entscheidung unterstreicht die Schlichtheit des monumentalen Baukörpers: eine sichtbare Tragstruktur aus Beton und im Kontrast dazu warmes Holz bestimmen seinen Grundton. Die rampenartigen, fast drei Meter breiten Treppen stehen im Mittelpunkt der Architektur. Geradezu skulptural durchkreuzen sie das Atrium und führen zu den beiden Hörsaal-Ebenen im ersten und zweiten Obergeschoss.

"Bei einem Projekt dieser Größenordnung braucht das Lichtkonzept einen Hauptlayer, der die unterschiedlichen Räume über das gesamte Gebäude verbindet und sich in die Architektur einwebt", verdeutlicht Mika. Die Rippendecken aus Beton bestimmen die Büro-, Seminar- und Laborräume sowie die Korridore des neuen Hochschulbaus von der dritten bis zur 12. Etage. Reflexion entschied sich, eine lineare Leuchte zwischen jede der Rippen einzufügen, so dass eine gleichmäßige Lichtdichte und Lichtsetzung die Räumlichkeiten prägt. Doch nicht ein einfaches, zweidimensionales Lichtband war der Wunsch der Lichtplaner, sondern ein körperhaftes, dreidimensionales Licht sollte die Architektur erhellen und zugleich auch als Beleuchtung der Arbeitsplätze dienen.

Die Bibliothek der FHNW Campus Muttenz. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo

Die Leuchte besticht durch ihre schlichte Eleganz: Allein ein schmales U-Profil aus Aluminium und eine PMMA-Abdeckung bestimmen die Gestalt der FREELINE. Ermöglicht wird dies durch eine miniaturisierte Bauweise, bei der das Betriebsgerät ausgelagert wird. "Um ein körperhaftes Licht zu erzeugen, bedarf es einer dreidimensionalen Lichtaustrittsfläche", erklärt Mika, "doch laterale Lichtaustrittsflächen sind gerade bei Büroanwendungen kritisch, schließlich möchte man blendfrei arbeiten." Um diese Gegensätze zu vereinen, besteht die FREELINE aus einer primären und einer sekundären Optik. Die primäre Optik setzt sich aus einer Hochleistungslinse, die das Licht des LED-Bandes bündelt, und einem Diffuser, der das Licht gezielt zu den Austrittsflächen unterhalb des Aluminiumprofil lenkt, zusammen. Die sekundäre, mikroprismatische Optik (MPO) dient der präzisen Lichtlenkung für Büroanwendungen. "Die Zusammenarbeit mit Zumtobel war eine gestalterische wie technische Iteration", beschreibt Mika von Reflexion den Designprozess. "Und das zeichnet Zumtobel als Partner aus: Mit großer Sensibilität setzte er unsere Ideen und Pläne um."

Die neue Leuchte macht ihrem Namen alle Ehre: Über 13 Kilometer Licht formt die FREELINE in dem Neubau der Fachhochschule.

Für dieses außergewöhnliche Bauwerk entwickelte Zumtobel gemeinsam mit den Lichtplanern von Reflexion eine neue Leuchte: die FREELINE, von der über 13 Kilometer mit der Architektur in Muttenz verwoben wurden. © Zumtobel / Photography: Faruk Pinjo