Mehr Skulptur als Haus

Zumtobel beleuchtet neuen Kunsttempel in Krems | AT

Am 25. und 26. Mai 2019 ist es soweit: Das neue Zentrum der Kunstmeile Krems, die Landesgalerie Niederösterreich, öffnet ihre weiten, lichtdurchfluteten Bögen und lädt mit fünf Ebenen und 3.000 m2 Ausstellungsfläche zum Grand Opening. Das vom mehrfach ausgezeichneten Architekturbüro Marte.Marte entworfenen Gebäude prägt die einzigartige Landschaft am Tor zum Weltkulturerbe Wachau maßgeblich. In Szene gesetzt wird der spektakuläre Bau, der an einen tanzenden Würfel erinnert, durch ein Beleuchtungskonzept von Zumtobel.

© Zumtobel / Faruk Pinjo

„Wenn ich Kunst sage meine ich das Ganze“ steht in großen Buchstaben an den Mauern der neu erbauten Landesgalerie Niederösterreich, die sich wie ein beweglicher, formbarer Würfel in zwei unterschiedliche Richtungen zu strecken scheint – zum historischen Stadtkern und zur Donau. Dabei wirken die komplexen Wendungen der Außenwand mit sphärisch geschwungenen Gläsern von jedem Standort aus unterschiedlich auf den Betrachter: Mal erscheinen die gebogenen Flächen als Flucht, mal als überhängende Steilwand, mal ruhig und schwer, mal leichtfüßig und voller Bewegung. Entworfen wurde das monochrome, skulpturale Kunstzentrum von den Brüdern Stefan und Bernhard Marte, Gründer des Architekturbüros Marte.Marte. Die Landesgalerie Niederösterreich verfügt über 3.000 m² Ausstellungsfläche und führt durch den viergeschossigen Museumsneubau zum Präsentationsbereich im Untergeschoss, der die Landesgalerie Niederösterreich mit der Kunsthalle Krems verbindet.

Die eingeschnittene Aussichtsterrasse im dritten Stock sowie die großen irregulär gebogenen gläsernen Segmentbögen im Eingangsbereich fluten das dritte Obergeschoss und das Erdgeschoss mit Tageslicht, während das erste und zweite Obergeschoss sowie das 850 Quadratmeter große Untergeschoss nahezu fensterlos sind. Mit gutem Grund: Hier befinden sich lichtempfindliche Kunstwerke und wertvolle Leihgaben. Als Lichtpartner der Landesgalerie Niederösterreich stand Zumtobel in den lichtleeren Räumen vor der spannenden Herausforderung, konservatorische Vorgaben, wirtschaftliche Ziele, organisatorische Rahmenbedingungen und gestalterische Ansprüche in einem Lichtkonzept zu vereinen.

Kunstwerke authentisch beleuchten
Eine wichtige Anforderung an das Lichtkonzept war, dass die ausgestellten Kunstwerke möglichst naturgetreu erlebbar sind – darum wurde die Allgemeinbeleuchtung der Ausstellungsflächen von Zumtobel mit projektspezifischen Leuchten, mit einer originalgetreuen Farbwiedergabe (Ra > 90) ausgestattet. Dabei setzte Zumtobel in den Etagen ohne Tageslicht auf Stromschienenleuchten mit einer Farbtemperatur von 3000K, einer warmen und freundlichen Lichtfarbe. In den Etagen mit natürlichem Lichteinfall wird eine Farbtemperatur von 4000K verwendet – neutralweiß, einer Lichtfarbe, die der Tagesmitte entspricht.

Eine Farbtemperatur von 4000K – eine neutralweiße Lichtfarbe © Zumtobel / Faruk Pinjo
Eine Farbtemperatur von 3000K - eine warme und freundliche Lichtfarbe © Zumtobel / Faruk Pinjo

Das Bistro natürlich beleuchten
Im Museums-Bistro wird ebenfalls eine natürliche, entspannte Atmosphäre geschaffen – mit projektspezifischen Ringleuchten und Downlights mit tunableWhite-Technologie. Diese greifen die Dynamik des natürlichen Lichts auf und ermöglichen variable Lichtfarben von Warm- über Neutral- bis zu Kaltweiß um für die Gäste je nach Bedarf und Tageszeit die geeignete Lichtstimmung zu erzeugen.

Die projektspezifischen Ringleuchten und Downlights mit tunableWhite-Technologie schafft eine natürliche und entspannte Atmosphäre. © Zumtobel / Faruk Pinjo

Treppenhäuser gemütlich beleuchten
Die optisch ansprechende Rundleuchte ONDARIA setzt im Stiegenhaus starke Akzente und sorgt für ein wohliges und stimmungsvolles Ambiente. Sie verfügt über ein großflächiges weiches Licht, sodass Design und Lichtwirkung optimal im Einklang stehen.

Die optisch ansprechende Rundleuchte ONDARIA setzt im Stiegenhaus starke Akzente und sorgt für ein wohliges und stimmungsvolles Ambiente. © Zumtobel / Faruk Pinjo

Den Außenbereich sanft beleuchten
Im Außenbereich, auf dem Vorplatz sowie auf der Aussichtsterrasse und in der Fassade vermittelt die LED-Außenlichtlösung SUPERSYSTEM outdoor einen ganz neuen Ansatz mit einer aufgabenspezifischen Ausleuchtung. Mehrere Lichttuben, versenkt in quadratischen Sondermasten, formieren sich zu einzigartig raffinierten Lichtstelen die auch Platz für Kameras und Wlan-Sender bieten. Die Außenbeleuchtung gewinnt dadurch an visueller Qualität, Gestaltungskompetenz und Präzision. Beste Entblendung erhöht den Sehkomfort und erzeugt Wohlbefinden. Integriert in die Fassade kommt SUPERSYSTEM outdoor ebenfalls zum Einsatz. Angestrahlt wird die Fassade mit LED-Scheinwerfern der Type Contrast 2 der zur Zumtobel Group gehörenden Marke Thorn. Diese sind mit holographischen Filtern ausgestattet, um die Konturen des Museums bestmöglich in Szene zu setzen. Alle Außenleuchten wurden, dem Architekturkonzept angepasst, in entsprechenden Sonderfarben geliefert.

© Zumtobel / Faruk Pinjo

Zusammenarbeit zwischen Marte.Marte und Zumtobel
Die Landesgalerie Niederösterreich ist nicht das erste Projekt, bei dem Zumtobel als Lichtpartner dem anerkannten Vorarlberger Architekturbüro mit seiner Expertise zur Seite steht: Zumtobel und Marte.Marte verbindet eine langjährige Partnerschaft und die Realisierung zahlreicher gemeinsamer Projekte – darunter die imposanten Neubauten der Messe Dornbirn, die Ausstellungen „Appearing Sculptural“ und „Concrete Works“ im Zumtobel Lichtforum Dornbirn, eine Kooperation auf der Biennale in Venedig 2016, sowie die Eröffnungsausstellung im Rahmen der Art Bodensee 2017 im neuen Messequartier.

Messe Dornbirn © Zumtobel
Messe Dornbirn © Zumtobel