Zusammenspiel von Licht und Raum

Künstlerischer Geschäftsbericht 2018/19 der Zumtobel Group | AT

Die Zumtobel Group präsentiert mit dem Kunstbuch 2018/19, gestaltet vom österreichischen Architekten Prof. Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle Architekten, in Zusammenarbeit mit Sascha Lötscher von Gottschalk+Ash Int’l, Zürich, zum 28. Mal in Folge ein weiteres Unikat aus der Serie ihrer künstlerischen Geschäftsberichte. Die Gestalter widmen sich mit der diesjährigen Edition dem Zusammenspiel von Licht und Raum aus der architektonischen Perspektive sowie dem Sichtbarmachen von Licht durch starke Kontraste. Die Publikation wurde erstmals am 24. Juli 2019 im hauseigenen Lichtforum in Dornbirn präsentiert.

Das Kunstbuch beginnt mit hartem Weiß auf Schwarz und schließt am Ende mit hartem Schwarz auf Weiß. In Analogie zu diesem Lichtspiel von Dunkel nach Hell führt der Geschäftsbericht von Z nach A. © Zumtobel

„Es ist uns eine große Freude, dass wir für die Gestaltung mit Prof. Dietmar Eberle einen renommierten österreichischen Architekten und gleichzeitig langjährigen Freund des Hauses gewinnen konnten. Wir sind begeistert von seiner Architektur und von seinem Ansatz, den er in der Architektur wählt. Es war uns daher ein großes Anliegen, ein Zumtobel-Kunstbuch mit ihm realisieren zu können. Diese Edition ist für mich eine einzigartige Inszenierung von Licht und Raum“, so Karin Zumtobel, Head of Culture & Arts, Zumtobel Group.

Seit 1991 lädt die Zumtobel Group international renommierte Persönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, Grafikdesign und Kunst ein, sich mit dem Thema Licht und der Entwicklung des Unternehmens auseinanderzusetzen. Dabei räumt das Unternehmen den Künstlern größte Gestaltungsfreiheit ein, losgelöst von jeglichen Corporate Design-Richtlinien. So entstehen Jahr für Jahr unkonventionelle Unikate in gedruckter Form, die längst Sammelstatus erreicht haben.

Über das Konzept der diesjährigen Ausgabe
Die Gestalter interpretieren in dieser Kunstedition Licht aus der architektonischen Perspektive und zeigen anhand von Fotografien Lichtstimmungen im Raum. Die Fotografien, die mit Licht inszenierte Modelbauten abbilden, sind im Zuge der Professur von Prof. Dietmar Eberle an der technisch-naturwissenschaftlichen Hochschule ETH Zürich in der Arbeit mit seinen Studenten entstanden. Die Fotografien sind im Buch von Dunkel nach Hell angeordnet, um das Licht besser sichtbar zu machen. Grobe Raster für große Bilder und feine Raster für kleine Bilder untermalen zusätzlich die Sichtbarkeit von Licht. Es ist ein Aufeinandertreffen von Kontrasten – Dunkel/Hell, Schwarz/Weiß – die teilweise ineinander verschmelzen und dadurch weicher werden.

„Architektur besteht nur aus Licht und Schatten. Licht ist das zentrale Moment in der Architektur, über das uns die Welt überhaupt erst erscheint und sichtbar wird. Insofern ist Licht etwas Selbstverständliches, etwas Natürliches. Die Studentenarbeiten, die ich im Geschäftsbericht verwende, sind alle geprägt vom Umgang mit Licht. Dieser Geschäftsbericht ist eine Idee, die vor uns liegende Zeit zu beschreiben. Das, was die Studenten in diesen Arbeiten dokumentieren, wird die architektonische Realität in unserer Gesellschaft in 15 bis 20 Jahren sein“, sagt Prof. Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle Architekten.

Schwarz-weiß-Kontrast als gestalterisches Stilmittel
Layout und Typografie als gestalterische Mittel schließen sich den Fotografien an und bewegen sich parallel dazu von Dunkel nach Hell, spielen mit dynamischen Platzierungen und Größen sowie der Kombination von Dichte und Distanz. Das Kunstbuch beginnt mit hartem Weiß auf Schwarz, findet in der Mitte zu einem Dreiklang, Schwarz und Weiß auf grauem Papier, und schließt am Ende mit hartem Schwarz auf Weiß. Großzügige Seiten mit viel unbedruckter Fläche geben Licht und wechseln sich im Gegensatz dazu mit recht kompakten Typografien, die in ihrer Optik eher dunkel erscheinen, ab.

© Zumtobel

„Das verbindende Element ist der Verlauf von Schwarz zu Weiß, und dem ist alles untergeordnet. Es geht um das Sichtbarmachen von Licht mittels der Gestaltung“, so Sascha Lötscher von Gottschalk Ash+Int’l. „Wir haben beispielsweise die großen Bilder stark aufgerastert. Mit diesem groben Raster wird das Licht selbst zum Darsteller – das Licht scheint durch. Im Gegensatz dazu macht bei den kleinen scharfen Bildern erst das Licht selbst das Bild sichtbar.“

Zumtobel Group Mitarbeiter Teil des Geschäftsberichtes
In Analogie zu diesem Lichtspiel von Dunkel nach Hell führt der Geschäftsbericht von Z nach A – er stellt das Z für die Zumtobel Group symbolisch an den Anfang, während das A am Ende des Berichtes den Bogen zur Architektur schließt. Als wichtiges verbindendes Element in der Geschäftstätigkeit der Zumtobel Group scheinen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Kunstbuch namentlich auf. Die auf verkleinerten, leuchtend gelben Seiten abgedruckten Namen – ebenfalls von Z nach A sortiert – sorgen für einen Farbtupfer im Geschäftsbericht und heben sich von der restlichen Gestaltung des Buches ab.

Leuchtend gelbe, verkleinerte Seiten heben sich von der restlichen Gestaltung des Buches ab und beherbergen die Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zumtobel Group, geordnet von Z nach A. © Zumtobel

Digitale Dimension
Eine Besonderheit der aktuellen Auflage ist die Erweiterung der bis dato rein analogen Geschäftsberichte um die digitale Komponente: Über QR-Codes eingebundene Videos und Micro Sites vertiefen einzelne Bereiche der Printversion und lassen den Leser in die faszinierende Zumtobel Group-Lichtwelt eintauchen.

© Zumtobel

Über Prof. Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle Architekten
Prof. Dietmar Eberle führt das international renommierte Büro Baumschlager Eberle Architekten mit Hauptsitz in Lustenau, Österreich und weltweit elf Standorten in acht Ländern. Von 1999 bis 2018 war Dietmar Eberle Professor an der ETH Zürich.

Über Gottschalk+Ash Int’l
Gottschalk+Ash Int’l
beschäftigt sich mit visueller Kommunikation vorwiegend im Gebiet zwischen Markenkommunikation und Architekturgrafik. Die Arbeiten von Gottschalk+Ash Int’l sind in zahlreichen Büchern, Ausstellungen und Magazinen wie Monocle, Domus oder Graphis vertreten.

Links: Sascha Lötscher, Gottschalk+Ash Int’l und rechts davon Prof. Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle Architekten. © Zumtobel

Die Kunstbuch-Serie der Zumtobel Group – jedes Jahr ein Unikat
Der stetige Austausch sowie die enge Zusammenarbeit mit Architekten, Künstlern und Designern ist seit jeher fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Zumtobel Group. Vor 28 Jahren gestaltete der russische Architekt und Designer Mikhail Anikst den ersten künstlerischen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 1991/1992. Initiiert durch Jürg Zumtobel, dem damaligen CEO und heutigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG, wird diese Tradition nun von Tochter Karin Zumtobel weitergeführt. Damals wie heute ist der Grundgedanke dieser Kunstbuchserie der, die enge Verbindung des Unternehmens zu Kunst und Kultur auf Gruppenebene darzustellen und dabei eine Gestaltungssprache jenseits der Corporate Design-Richtlinien der einzelnen Marken zu schaffen.

So wurden über die Jahre verschiedenste Persönlichkeiten aus dem Netzwerk des Unternehmens eingeladen, den Geschäftsbericht in Auseinandersetzung mit dem Thema Licht und dem Geschäft der Zumtobel Group zu gestalten. Entstanden ist daraus eine Serie von kunstvollen Unikaten, die mittlerweile Sammlerstatus haben. Neben Grafikern wie Italo Lupi, Neville Brody, Per Arnoldi und Stefan Sagmeister, mit denen die künstlerische Gestaltung begann, wurden außerdem Künstler wie Gerhard Merz, Siegrun Appelt, Olafur Eliasson, Anish Kapoor und James Turrell sowie Architekten wie Dominique Perrault, Hani Rashid / Asymptote, François Roche / Studio R&Sie(n), Sejima Kazuyo und Ryue Nishizawa / SANAA, David Chipperfield / DCA, Kjetil Thorsen / Snøhetta, Elizabeth Diller / Scofidio und Renfro und Yung Ho Chang / Atelier FCJZ mit der Gestaltung beauftragt. Die letztjährige Edition wurde von der Grafikdesignerin Jessica Walsh, Studio Sagmeister & Walsh, gestaltet.

Mehr Informationen zum aktuellen Geschäftsbericht finden Sie hier. Das Kunstbuch 2018/19 kann ebenfalls als digitales Blättertool angezeigt werden.

Video zum künstlerischen Geschäftsbericht von Andreas Waldschütz