Marte.Marte Architekten - Formen mit emotionalem Mehrwert

Biennale Architettura 2016 und Appearing Scupltural im Zumtobel Light Forum Dornbirn

Stefan und Bernhard Marte zeigen ihre aktuelle Ausstellung "Appearing Sculptural" im Lichtforum Dornbirn. Darüber hinaus sind sie auf der Biennale Architettura in Venedig aktuell als einzige österreichische Architekten aus Österreich mit einem Einzelbeitrag präsent.

Alfenzbrücke in Lorüns (Österreich) 2010 © Mark Lins Photography

Sie sind die einzigen Architekten aus Österreich, die von Alejandro Aravena, Kurator der Biennale Architettura 2016, ausgewählt wurden, um sich mit einem Einzelbeitrag an seiner Hauptausstellung "Reporting from the Front" im Arsenale in Venedig zu beteiligen. In ihrer Heimat Vorarlberg zeigen die Brüder ab 23. Juni 2016 ihre zweite monografische Ausstellung und gewähren Einblicke in ihre Auseinandersetzung mit Kunst- und Kulturbauten.

Teil der Haupausstellung der Biennale zu sein, ist für das Vorarlberger Architekturbüro Marte.Marte eine besondere Wertschätzung ihrer Arbeit, mit der sie zeigen, wie Kunst und Architektur ineinandergreifen und welche prägende Rolle Infrastruktur heute für das Landschafts- und Stadtbild spielt. "Unser Beitrag erzählt von der Suche nach dem Unerwarteten - und vom ständigen Bestreben, mit jedem noch so kleinen Projekt einen über die reine Funktion hinausgehenden Mehrwert zu schaffen", erläutert Stefan Marte. Inmitten der historischen Gemäuer der Arsenale präsentieren fünf zwei Tonnen schwere Betonkuben unterschiedliche Projekte, darunter die Brückentrilogie in Dornbirn-Ebnit, die Schutzhütte in Laterns und das Evangelische Diözesanmuseum Fresach. 

Schon die Materialisierung überrascht und spielt mit der Wahrnehmung, denn die Betonblöcke erwecken den Eindruck, aus Stein zu sein. So wurde auch jeder der Monolithen von dem Steinmetz Gregor Weder mit der Hand bearbeitet und trägt charakteristische Gravuren und Muster, die für das jeweilige Projekt stehen. Die philosophisch anmutenden Kunstwerke machen "das Forschen" nach architektonischen Lösungen nachvollziehbar und werden dazu multimedial unterstützt mit bildgewaltigen Filmen von Andreas Waldschütz und Klängen des Sounddesigners Stefan Hoffmeister. Inszeniert wird die eindrucksvolle Präsentation mit Licht aus dem Hause Zumtobel.

"Appearing Sculptural" – Ausstellungseröffnung am 23. Juni 2016


Interessierte, für die Venedig diesen Sommer nicht auf der Reiseroute liegt, haben die Gelegenheit, im Zumtobel Lichtforum in Dornbirn die Arbeit der Brüder Bernhard und Stefan Marte kennenzulernen. Es ist ihre zweite monolithische Ausstellung, die nach dem erfolgreichen Start bei AEDES in Berlin jetzt erstmals in Vorarlberg zu sehen ist. Zur Eröffnung am 23. Juni sprechen neben Architekt und Dipl. Ing. Bernhard Marte, Mag. Karlheinz Rüdisser, Landesstatthalter Vorarlberg, Dr. hc. Kristin Feireiss von Aedes Architekturforum Berlin und Mag. Dominic Köfner, EVP Global Marketing der Zumtobel Group.

Schutzhütte im Laternsertal (Österreich) 2011 © Mark Lins Photography

Gezeigt werden u.a. die neuen Messehallen in Dornbirn, das Kunstmuseum in Krems sowie der Umbau des denkmalgeschützten Deutschlandhauses in Berlin zu einem Dokumentationszentrum der "Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung". Auch im Lichtforum kann man sich im zweiten Teil der Ausstellung auf eine Zusammenarbeit der Architekten mit Filmemacher Andreas Waldschütz und Sounddesigner Stefan Hoffmeister freuen, die ähnlich dem Biennale-Beitrag bereits realisierte Projekte audiovisuell in Szene setzen.

© Mark Lins Photography

Die Ausstellung ist vom 23. Juni bis 15. Juli 2016 im Lichtforum Dornbirn zu Gast und kann auf Anmeldung zu den Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr besucht werden. Anmeldung und Information theresa.hammer@zumtobelgroup.com.